Einzigkartig- werbung und design

02.02.2015

Sascha Arnold als Jurymitglied des Rotary-Gestaltungpreises

Im Rahmen des „Tags der offenen Werkstatt“ an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau wurde am Samstag, den 31.01.2015 der Rotary Gestaltungspreis 2014 verliehen. Bereits im Dezember fand sich eine Jury aus verschiedenen Designern und Diplom-Designer Sascha Arnold zusammen.

Der Gestaltungspreis der Rotary Stiftung Zeichenakademie Hanau, die durch den RC Hanau und den RC Hanau-Maintal ins Leben gerufen wurde, dient der Pflege und Förderung des kunsthandwerklichen Schaffens in der Branche. Durch die Vergabe des Gestaltungspreises soll das Engagement für zeitgenössische Gestaltung und Formfindung angeregt und gefördert werden. Es sollen Arbeiten ausgezeichnet werden, die neue Ideen oder zukunftsweisende Ansätze erkennen lassen und nach heutigen Gesichtspunkten material- und funktionsentsprechend mit zeitgemäßen Mitteln ausgeführt sind. Die Fördersumme ist als Motivation für Bewerberinnen und Bewerber gedacht, die überdurchschnittliche handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten erkennen lassen.

Aus den eingereichten Arbeiten vergab die Jury gleich zwei erste Preise: Nicola Jäger (vier Anhänger «Blumen») und Franca Ulrich (drei Ketten, eine Brosche «Unter der Haut»), die für ihre Schmuckstücke mit 400 Euro Preisgeld ausgezeichnet wurden. Zwei weitere Arbeiten wurden mit einer Anerkennung in Höhe von 100 Euro bedacht.

Die Jury und Dipl.-Designer Sascha Arnold als Vertreter des RC Hanau, begründet ihre Verleihung wiefolgt: Die Arbeiten „Unter der Haut“ von Franca Ulrich erinnern in ihrer Außenform an Herzen - an ein offenes, ein geschlossenes, ein starkes, ein verletztes Herz. Die organischen und lebendigen Anhänger scheinen im Prozess gewachsen und erzählen von etwas Verborgenem, nicht Sichtbaren. Eine sehr persönliche, direkt kommunizierende Arbeit von großer physischer Präsenz, die die Jury begeistert und ihr sprichwörtlich „unter die Haut“ geht.

Die Schmuckserie von Nicola Jäger überrascht, ist modern und ungewöhnlich. Bei der Betrachtung der 4 Anhänger scheinen sie aus feinem Glas gefertigt zu sein. Anemonenhafte Formen, Blume, die sich dann auf den zweiten Blick und durch Berührung als Böden von alltäglichen Kunststofflaschen entpuppen.

Nicola Jäger spielt mit der Verwirrung des Betrachters. Aus „Abfall“ erhebt sie das Schöne. ‚Sie ästhetisiert durch die präzise Bearbeitung des Materials dessen Vergangenheit und Geschichte und hinterfragt kritisch die Wertigkeit von Material und den Umgang von Rohstoffen in unserer Gesellschaft.

Diese „Blumen“ sind eine leichte und tiefgründige Erzählung zugleich.

Zur Teilnahme an dem Rotary Gestaltungspreis 2014 waren alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Studierende der Schulformen der Staatlichen Zeichenakademie Hanau eingeladen. Darüber hinaus auch alle Auszubildenden der edelmetallverarbeitenden Branche in Hessen.